Wir glauben, ein gewisses Verständnis der Monomere von Polycarboxylat-Fließmitteln zu besitzen. Um diese besser anwenden zu können, sollten wir auch über deren Ausbluten Beton wissen. Es ist wichtig zu wissen, dass eine unsachgemäße Verwendung von Polycarboxylat-Fließmitteln zum Ausbluten von Beton führen kann. Nachfolgend finden Sie eine kurze Erläuterung der Gründe, warum Polycarboxylat-Fließmittel Betonausbluten verursachen:
(1) Die Qualität der Zuschlagstoffe schwankt. Bei der Betonherstellung kommt es häufig zu Schwankungen in der Qualität von Sand- und Kieszuschlagstoffen, wie z. B. einer Zunahme oder Abnahme des Schlammgehalts, Schwankungen des Wassergehalts, Änderungen der Zuschlagstoffkörnung, Änderungen des Feinheitsmoduls des Sandes usw., was die Wahrscheinlichkeit des Ausblutens des Betons erhöhen kann.
(2) Polycarboxylat-Fließmittel reagieren empfindlich auf die Umgebungstemperatur und weisen eine langsame Freisetzung auf. Im Vergleich zu anderen Fließmitteln werden die Fließ- und Konsistenzerhaltungseigenschaften von Polycarboxylat-Fließmitteln stark von der Temperatur beeinflusst. Bei hohen Sommertemperaturen kann es bei Polycarboxylat-Superplastifizierern mit guter Konsistenzerhaltung zu einem plötzlichen Abfall der Konsistenz kommen.
(3) Nachträgliche Zugabe von Fließmittel zur Einstellung des Setzmaßes. Bei der Verwendung von Polycarboxylat-Fließmittel zur Nachjustierung ist die Dosierung mitunter schwierig. Wird die theoretische Bedarfsmenge an Fließmittel überschritten, wirkt überschüssiges Fließmittel auch nach dem Betonieren noch und kann zur Entmischung von Restfeuchte im Beton führen.
(4) Unsachgemäße Verwendung von Verzögerern bei der Herstellung von Polycarboxylat-Fließmitteln. Um eine optimale Konsistenz des Betons zu erreichen, wird Polycarboxylat-Fließmitteln häufig eine bestimmte Menge an Verzögerern zugesetzt. Eine Überdosierung von Verzögerern oder die Herstellung des Fließmittels bei einer optimalen Temperatur kann die Zementhydratation verlangsamen und bei plötzlichem Temperaturabfall zu Betonbluten führen.
Bezüglich der Kompatibilität zwischen Polycarboxylatzement und Polycarboxylat-Fließmittel: Zwischen den komplexen Betonkomponenten treten inkonsistente chemische Reaktionen auf, insbesondere die Kompatibilitätsproblematik zwischen Zement und Polycarboxylat-Fließmittel ist hierbei besonders ausgeprägt. Bei ungenauer Kompatibilität zwischen Zement und Polycarboxylat-Fließmittel erhöht sich die Gesamtmenge des Fließmittels. Ein Überschuss an Fließmittel verlängert die Anfangsbindezeit des Betons und führt zudem zur Ausscheidung des freien Wassers im Beton. Darüber hinaus verlangsamt sich bei niedrigem Gehalt an löslichen Alkalien im Zement die Hydratationsgeschwindigkeit, was häufig zu verzögertem Ausbluten führt.
Die oben genannten Gründe führen zur Bildung von Betonblutungen durch Polycarboxylat-Fließmittel. Es ist anzumerken, dass Polycarboxylat-Fließmittel nur einen geringen Einfluss auf die Betonblutung haben, während ihr Einfluss auf die Betondauerhaftigkeit entscheidend ist. Der Mechanismus der Blutung erklärt sich dadurch, dass Wasser, das aus dem Inneren des Betons an die Oberfläche tritt, einen Kanal von innen nach außen bildet. Diese Kanäle verringern die Wasserundurchlässigkeit des Betons.












